die erforschung der zerstörten burg wartenberg
1829 Erwähnung in der Buchonia
Dr. Joseph Schneider schreibt in seiner „Buchonia“: „Im Sommer 1828 machte die Gemeinde Angersbach den Anfang, die Ruinen des alten Schlosses Wartenbach auszugraben, und obgleich sie bis hierher noch nicht viel geleistet hat, so sieht man doch die Mauern und einige Eingänge, wovon jener in den Keller mit mehreren Stiegen bereits offen und zugänglich ist.“1
1832 Georg Landau, hessische Ritterburgen

Das nebenstehende Gedicht über die Burgen von Eisenbach und Wartenberg von Georg Landau entstand 1832.
Landau berichtet sodann: „Nur noch wenige Mauerreste erheben sich aus dem Schutte, aus denen man einigermaßen die Lage der Gebäude vermuthen kann. Da wo östlich sich ein hoher Schutthaufen erhebt und sich die Oeffnung eines Gewölbes zeigt, scheint das eigentliche Schloßgebäude und da, wo der Schutt die ansehnlichste Höhe erreicht, der Thurm gestanden zu haben. Das Burgthor lag nach jenem Felsrücken hin, und noch vor wenigen Jahren waren die 6 Fuß hohen Reste der Thorpfeiler vorhanden. Die Weitläuftigkeit der Gebäude ergiebt sich aus den rings am Abhange hinlaufenden, jetzt zwar nur noch in einzelnen Resten sichtbaren Widerlagsmauern. Auch die Befestigungswerke waren nicht unbedeutend; außer einem tiefen Graben, der noch jetzt erhalten, bemerkt man auf der Nord-, Ost- und Südseite noch einen zweiten, der den Fuß des Burgberges umzieht, und zum Theil von der Lauter durchflossen wird. Die Aussicht ist kaum bemerkenswerth. Man sieht nur das Wiesenthal der Lauter hinauf und hinab, und die Dörfer Angersbach und Salzschlirf, zwischen denen Wartenberg beinahe in gerader Linie liegt.“2

1850 Wilhelm Ackermann
Um 1850 unternahm Lehrer Ackermann eine Grabung im Südosten der Kernburg, bei der er einen gewölbten Keller entdeckt haben soll.
Er barg auch einige ganze Töpfe, die noch lange auf dem Dachboden des Langschen Hauses deponiert waren, aber dann leider spurlos verschwanden.4
1938-1940 Karl Maurer

Bei Beginn der Grabung im Frühjahr 1938 war das noch vorhandene Mauerwerk der Burg fast gänzlich von grasbewachsenen Schuttmassen bedeckt. Der weitaus größte Teil der Vorburg blieb unerforscht, weil hier der mit Linden bestandene Festplatz war. Man sieht dies schön auf dem rechten Foto, von der Bad Salzschlirfer Seite aus aufgenommen.
Das was Karl Maurer mit seinen Angersbacher Arbeitern unter schwierigsten Umständen zutage förderte, war von besonderem wissenschaftlichen Wert; die große Staufer-Ausstellung 1977 in Stuttgart hat das noch einmal nachdrücklich zur Kenntnis gebracht.5 1940 wurden die Arbeiten kriegsbedingt eingestellt. Am 14.8.1943 schrieb er in den Heimatblättern für den Kreis Lauterbach: „Laßt nur erst mal den Krieg fertig sein!“. Karl Maurer waren weitere Ausgrabungen nicht vergönnt, er starb 1975 im Alter von 85 Jahren.6








