Über
Die Idee hinter dieser Website
Aus den vergangenen Jahrzehnten und sogar Jahrhunderten sind viele Informationen über Angersbach vorhanden. Es beginnt mit einer uralten Quelle, dem Codex Eberhardi, der unseren Ort das erste Mal mit „Zangeresbah“ (Jahr 812) erwähnt (siehe Bild rechts).
Bücher aus dem 18. und 19. Jahrhundert berichten über unsere Ritterburg und die Herren von Wartenberg. Kirchenchroniken und die Bücher der Riedesel zu Eisenbach geben Aufschluss über die mittelalterlichen Verhältnisse in unserer Gegend. Es gibt Bücher über alte Straßennamen, die auch Angersbach erwähnen.

Dann stellt sich noch die Frage, ob auf dem Sonnberg wirklich ein Schloss stand. Oder war es eine Burg oder doch nur ein einfaches Gut? Gab es die Herren von Sonnenberg wirklich, oder ist das nur der Fantasie des Autors der Buchonia entsprungen?

Aus der jüngeren Zeit existieren mehrere Druckwerke über die Geschichte Angersbachs. Allen voran Lehrer Otto Schnell und Pfarrer Wilfried Hilbrig haben 1963 und 1999 zwei wichtige Bücher über unseren Ort verfasst. Viele Informationen über unsere Burg, die „Wartebach„, hat die „Fördergemeinschaft zur Rettung der Burgruine“ in zwei Büchern aus den Jahren 1984 und 2001 gesammelt und veröffentlicht.
Daten sind vorhanden, aber verstreut
Die Daten über unser schönes Angersbach sind also vorhanden, aber verstreut. Einige Bücher sind längst vergriffen oder stehen vergessen in Schränken. Informationen zu unserem Dorf sind somit nicht ohne weiteres zu erlangen oder müssen sich mühsam erarbeitet werden. Hinzu kommt, dass sich der Medienkonsum geändert hat, weg vom Buch und hin zum Internet. Für langwierige Recherchen (stöbern in Bibliotheken) fehlt uns oft die Zeit, so dass wir an dieser Stelle die Vorteile des Internets voll ausschöpfen können:
Diese Website hat zum Ziel, die vorhandenen Informationen zu unserem Dorf zu bündeln. Der Leser kann das für ihn Interessante – hoffentlich einfach – herausfiltern und bei Interesse über die unter Quellen genannten Werke noch tiefer einsteigen. Vielleicht entdeckt der ein oder andere auf diesem Weg den Heimatforscher in sich.
Die zwei genannten heimatkundlichen Bücher von Otto Schnell und Wilfried Hilbrig möchte ich kurz vorstellen:
Vergangenheit und Gegenwart – von Otto Schnell
Anlässlich der 1150-Jahrfeier Angersbachs, die vom 6. bis zum 8. Juli 1963 begangen wurde, stellte der Angersbacher Lehrer Otto Schnell die Festschrift „Vergangenheit und Gegenwart“ zusammen. Das Büchlein beinhaltet reichhaltige Informationen, angefangen über die erdgeschichtliche Entwicklung unserer Gegend, über die Siedlungsgeschichte auf der Wartenbach, untergegangene Siedlungen in der Gemarkung bis hin zu Begebenheiten aus dem Dreißigjährigen Krieg. Otto Schnell schildert Kriegs- und Nachkriegszeit, den Aufbau der Wasserversorgung und die Errichtung des Elektrizitätswerks.
Ein Kapitel widmet sich dem „Schwarzen Tod in Angersbach„, der Gemeindewald, die Kirchen, Schulen und Brauchtümer wie die Kirmes werden beleuchtet. Das Inhaltsverzeichnis sowie ein Vorwort des damaligen Bürgermeisters Heinrich Weber findet ihr hier.

Am dritten Tag wurde die Kirmes begraben. In der Nähe der Ziegelhütte, bei den Rodwiesen, gruben sie ein Loch, legten den letzten Hering hinein, gossen einen Tropfen Branntwein dazu und schlossen das Grab.
Vergangenheit und Gegenwart, S. 133
Ein Programmheft zur 1150-Jahrfeier durfte natürlich nicht fehlen, hier ein Auszug:




Aus Angersbachs Geschichte erzählt – von Wilfried Hilbrig
Wilfried Hilbrig war 21 Jahre lang Pfarrer in Landenhausen (1957-1978) und verfasste schon über unser schönes Nachbardorf zwei Bücher. Im Jahr 1999 widmete er Angersbach ein Buch, das auf 140 Seiten viele Informationen liefert. Als Vertreter des Glaubens räumt Pfarrer Hilbrig der religionsgeschichtlichen Entwicklung viel Platz ein (Kirchenbau, Reformation). Spannend sind die von Hilbrig auszugsweise wiedergegebenen Aufzeichnungen von Angersbacher Pfarrern in den Kirchenchroniken: Pfarrer Brieglebs (1852-1862) großer Bericht über die Angersbacher und die Eintragungen Pfarrer Krämers (1928-1947) während der Nazi-Diktatur. Auch über Rudlos, die Angersbacher Mühlen, das Dachziegelwerk und vieles Weitere wird erzählt.
Das Inhaltsverzeichnis sowie das Vorwort des Verfassers, Wilfried Hilbrig, findet ihr hier.

Bis heute sind es schon 60 Gefallenen-Gedenktafeln mit den Namen der gefallenen Sodaten.
Pfarrer Krämer über die Opfer des 2. Weltkriegs1

- „Aus Angersbachs Geschichte erzählt“, S. 87. ↩︎
