Die Errichtung der Wartenbach um das Jahr 1220

Vorgeschichte

Vom Adligen Friedrich von Angersbach, erfahren wir in einem Eintrag aus dem Jahr 1114. Dessen Familie hatte ein ansehnliches Schloss im Tal, wo heute über den Fundamenten der alten Burgkapelle unsere Kirche steht. Die Burgherren waren irgendwann in den Dienst der Abtei Fulda als sogenannte ‚Ministeriale‘ getreten und wurden mit bestimmten Aufgaben betraut, vermutlich auch mit der Bereitschaft zum Kriegsdienst für die Abtei.1

Umzug vom Dorf auf den Wartebachhügel.

Bei denen von Angersbach dürfte es sich um mehrere Linien mit entsprechendem Wohnbedarf gehandelt haben. Ein weiterer Friedrich von Angersbach baute sodann um das Jahr 1220 auf dem Wartenbachhügel eine Burg. Nach ihr nannte sich diese Adelsfamilie „von Wartenberg“2. Die Lage am Bergsporn des Birkig war günstig, da die Burg erhöht stand, durch den Lautersumpf geschützt war und einen Brunnen hatte – vermutlich aufgrund einer vorhergehenden Besiedlung. Auch wurde auf dem Alten Weg (der heute noch so heißt) kostbares Salz aus Bad Salzschlirf befördert.3 So wie die nebenstehende Zeichnung von Alexander Nestler könnte die Burg ausgesehen haben:

Die Aufteilung der Burg

Wie war die Burg aufgeteilt? Hierzu die nebenstehende Zeichnung, die dem Buch „Die Wartenberger und ihre Burg“ (2001), Seite 27, entnommen wurde.

Die Kernburg (3) selbst verfügte über einen Pferdestall, einen Backofen, eine große Halle mit Gewölbedecke, Feuerungsraum, Keller, Rittersaal, einen Ziehbrunnen, eine Burgkapelle und eine Küche. Links neben dem Eingang zur Kernburg befand sich der ca. 20 Meter hohe Bergfried, in dessen Keller befand sich das fensterlose Verlies befand.4

Das war nur ein ganz grober Überblick. Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann sich die zwei bereits genannten Bücher über die Wartebach besorgen.

In den seit dem Erscheinen des letzten Buchs vergangenen 24 Jahren hat sich natürlich einiges getan. Eine schöne Bildergalerie findet ihr auf der Seite der Fördergemeinschaft.

  1. Aus Angersbachs Geschichte erzählt, S. 21. ↩︎
  2. Aus Angersbachs Geschichte erzählt, S. 21. ↩︎
  3. Vergangenheit und Gegenwart, S. 27, 29. ↩︎
  4. Die Wartenberger und ihre Burg, S. 25 ff. ↩︎